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Monats-Archive: März 2015

Jubilate!

Einen freudenreichen Tag erlebte die Klostergemeinschaft der Benediktiner von Marienberg am 4. Adventsonntag, 20. Dezember 2015. Nach gründlichen Restaurierungs- und Reinigungsarbeiten konnte die Stiftskirche in Anwesenheit zahlreicher Gläubiger wieder geöffnet werden. Bischof Ivo Muser war zu diesem Ereignis nach Marienberg gekommen, um im Rahmen eines feierlichen, gemeinsam mit Abt Markus und Prior P. Philipp zelebrierten  Pontifikalamtes den neuen Altar und das Ambo einzuweihen. Diese waren nach den Plänen des Architekten Werner Tscholl gestaltet worden. In einer feierlichen Zeremonie besprengte Bischof Ivo Muser  den Altar mit Weihwasser und salbte ihn mit dem heiligen  Chrysamöl. Anschließend legte er Reliquien des heiligen Alfonso Maria de Liguori, des Gründers des Redemptoristenordens, in den Altar ein. Diese Reliquie war bereits im Kloster vorhanden, aber nicht in einen Altar eingelassen. Sie war ein Geschenk an den Abt Leo Maria Treuinfels (Abt von Marienberg 1885 bis 1925) und ist durch schriftliche Belege als authentisch anzusehen. Die Singgemeinschaft Burgeis und die Musikkapelle Burgeis umrahmten das Hochamt mit der Europamesse von Franz Nagel. Die letzte Altarweihe in Marienberg hat im Jahre 1822 stattgefunden, 6 Jahre nach dem Wiedereinzug der Marienberger Mönche, die während der bayerischen Besatzung im Exil lebten und 1816 wieder ihr Kloster beziehen konnten. Marienberg wird im Jahre 2016 der vor zweihundert Jahren erfolgten Wiederbesiedlung des Klosters gebührend gedenken.

Die Stiftskirche erstrahlt nun in neuem Glanz.  Durch die Entfernung der Kanzel und die Errichtung des neuen Altars hat  der Kirchenraum eine neue Dimension erhalten. In seiner lichten Einfachheit lädt er zu Gebet und Meditation ein, zum “Sursum corda”.

 

 

Fotos: Folie, Kapeller

Zum traditionellen Treffen in der Fastenzeit konnte der Vorsitzende Andreas Folie am Sonntag, 1. März 2015, im Kloster Marienberg zahlreiche Mitglieder des Freundeskreises begrüßen. Mag. Sepp Kusstatscher,Ex-Landtagsabgeordneter, Ex-EU-Parlamentarier, hilet dann ein höchst interessante Referat über das kontrovers geführte Thema „Bedingunsloses Grundeinkommen“ , in dem er die Sinnhaftigkeit und Duchführbarkeit dieses Projektes von der ethisch-moralischen und ökonomischen Seite beleuchtete. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde ein würdevolleres Leben für alle sichern, sei finanzierbar, und die Leute würden gegen die gängige Meinung nicht dem Müßiggang verfallen. Hier eine kurze Zusammenfassung des Refeartes:
Das Grundeinkommen ermöglicht einen ökosoziale Ausweg aus vielen Krisen. Auf dem Planeten Erde wäre genug für alle da, allerdings zu wenig für die Gier so vieler. Wenn man das erste Mal den Vorschlag hört, der Staat soll allen Leuten bedingungslos eine finanzielle Absicherung in die Hand geben, dann hält man dieses Ansinnen für utopisch oder gar für verrückt. Als Killerphrase wird eingeworfen: „Da arbeitet ja niemand mehr!“ oder „Das ist nie und nimmer finanzierbar!“ Und mit den Worten des Apostels Paulus wird entgegen gehalten: „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!“ Denken wir aber etwas tiefgründiger über die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Probleme nach, beispielsweise über das Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich, über die Lösung der Probleme mit Langzeitarbeitslosen oder über die zunehmend vielen jungen Leute mit prekären Arbeitsverhältnissen oder über Überproduktion und Umweltzerstörung, dann finden wir im bedingungslosen Grundeinkommen einen Lösungsansatz, der es möglich machen würde, die Armut zu bekämpfen, der Verschleuderung der natürlichen Ressourcen Einhalt zu gebieten und dem Menschen mehr Würde und größere Selbstentfaltung zu geben. Die Idee selbst ist schon alt und im Prinzip sehr einfach: der Staat schenkt ohne Bedingungen allen Bürgern so viel, damit jeder ohne Existenzängste in Würde leben kann. Die Begründung ist aber komplex und die Realisierung ist vor allem deshalb äußerst schwierig, weil es eine radikale Veränderung der Steuern bräuchte.Wer am Thema „Grundeinkommen“ interessiert ist, kann sich im Internet schlau zu machen. Es gibt inzwischen auch ein weltweites Netzwerk für die Umsetzung dieser Idee (http://de.wikipedia.org/wiki/Basic_Income_Earth_Network).
Nach dem Referat feierten die Freunde gemeinsam mit den Mönchen das Conventamt, das vom Freundeskreis-Chor unter der Leitung von Meinrad Warger mitgestaltet wurde.
Anschließend führte Abt Markus durch die neu gestaltetenRäume im Untergeschuß des Klosters und ging dabei ausführlich auf den Neubau der Stiftsbibliohek ein.
Mit dem gemeinsamen Mittagessen endete das heurige Treffen in Marienberg.